Jetzt hat Großbritannien auch seinen Kurnaz - Binyam Mohamed

Sein Anwalt wirft der britischen Regierung Vertuschung vor

Sein Anwalt wirft der britischen Regierung Vertuschung vor

Binyam Mohamed, ein Äthiopier, lebt seit 1994 in Großbritannien bis er 2002 in Pakistan während einer Lustreise von der US-Armee aufgegriffen wird. 2004 landet er in Guantanamo. Man kann ihm jedoch nichts nachweisen, deshalb wird er auf Betreiben der britischen Regierung freigelassen. Genau gegen diese Regierung klagt er jetzt und denkt nicht daran in sein gelobtes Äthiopien oder nach Pakistan zurückzukehren. Er Zieht das verhasste Großbritannien vor und erwartet ein dauerhaftes Bleiberecht. Das ist das Mindeste was ihm seine Heimat für die erlittenen Qualen geben kann. Die künftigen Einnahmen, die er aus seiner Story erzielen wird, werden natürlich nicht diskutiert. Kurnaz kann als Vermögensberater dienen.

Parlamentarier und Menschenrechtler sind empört. Bei oppositionellen Parlamentariern kann man das noch verstehen, aber wann hört man von empörten Menschenrechtlern wenn Frauen in Saudi Arabien ausgepeitscht werden weil sie vergewaltigt wurden? Oder wenn Frauen aus denselben Gründen in Pakistan gesteinigt werden?

Natürlich darf niemand gefoltert werden. Aber zuerst sollte man mal überprüfen, inwieweit die britische Regierung in die Geschichte involviert war und natürlich auch, was den guten Binyam Mohamed zu seiner Lustreise nach Pakistan bewog. Wenn der ein paar Leuten zum Einzug in das Paradies verhelfen wollte, darf das auch keine Tabu bei Menschenrechtlern sein.

Foltervorwürfe setzen Regierung Brown unter Druck

Von Carsten Volkery, London

Folter mit mittelalterlichen Methoden - der Vorwurf des freigelassenen Guantanamo-Häftlings Binyam Mohamed ist ein Desaster für die britische Regierung. Doch Premier Brown und sein Außenminister Miliband scheinen die Aufregung aussitzen zu wollen.

London - Die Geschichte klingt bekannt. Ein früherer Guantanamo-Häftling erzählt von Verschleppung, Folter und Einzelhaft. Er beklagt sich bitterlich und erhebt schwere Vorwürfe gegen die beteiligten Geheimdienste. Parlamentarier und Menschenrechtler sind empört und fordern eine Untersuchung. Doch der Außenminister sagt, die Regierung habe sich stets im Rahmen der Gesetze bewegt und sei natürlich gegen Folter.

Hier weiter:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,609600,00.html

Eine Antwort zu “Jetzt hat Großbritannien auch seinen Kurnaz - Binyam Mohamed”

  1. voll krass sagt:

    Dann soll er doch die Amerikaner verklagen aber die werden ihn einen Arschtritt geben.

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